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 Betreff des Beitrags: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: So Jul 16, 2017 11:06 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
Hallo zusammen,

durch einen Todesfall sind wir an ein Chinchilla gekommen. Wir überlegen noch, ob wir ihn wirklich behalten können/wollen, es geht aber eher in Richtung ja. Alternativ gibt es wahrscheinlich die Möglichkeit, das Chinchilla zur Züchterin zurück zu bringen (Tierheim wäre ich absolut dagegen).

Erst einmal zur bisherigen Lebenssituation:
  • Standort des Käfigs: Wohnzimmer, Fernseher eigentlich durchgängig (und nicht leise) an
  • Käfig: Nager-Drahtkäfig, m.M.n. viel zu klein, geschätzt ca. 1m x 1m x 0,5m (bxhxt), Wanne aus Plastik (schon ordentlich angenagt), ansonsten rundherum Gitter (teils auch lackiert)
  • Einrichtung: alleine aufgrund der Größe sehr spartanisch
  • Partner: vor 1-1,5 Jahren verstorben
  • Futter: Pellets, Heu, Blüten und Kräuter, recht häufig (mehrmals pro Tag) auch Rosinen oder (selbst-)getrocknete Apfelstückchen
  • Auslauf: nicht vorhanden

Ich habe schon mehrere Informationsseiten zu Chinchallas und deren Haltung durchgelesen und kann mich nur wundern, dass er noch lebt. Achso, er ist ca. 15-17 Jahre alt. Sein Vorbesitzer hat das Tier geliebt (auch wenn das wenig tröstlich ist), hatte aber absolut kein Verständnis davon, welche Bedürfnisse ein Chinchilla hat.

Jetzige Situation:
Der Chinchilla lebt sei 2 Nächten bei uns. Wir sind zu zweit und es ist generell sehr ruhig bei uns in der Wohnung (Fernsehanschluss nicht vorhanden).

Standort des Käfigs:
Diele, ca. 9-10 m2, sehr ruhig, steht in einer größeren Nische, keine Zugluft, keine direkte Sonneneinstrahlung, recht einheitliche Temperatur.
Wenn der Chinchilla bei uns bleibt, gibt es einen großen Eigenbau aus Holz. Beispiele gibt es genügend im Netz.

Was wir kurzfristig geändert haben:
  • Toilettenecke aus Plastik entfernt
  • Pelleteinstreu gegen reine Holzeinstreu für Nagetiere ausgetauscht. Finde ich nicht so gut, da Stückchen am Chinchilla haften bleiben. Vielleicht ist Streu aus Hanf besser geeignet?
  • Ersteinmal keine getrockneten Apfelstücke und Rosinen mehr (max 1x pro Woche, wenn ich das richtig verstanden habe)
  • Statt ständige Verfügbarkeit von Pellets nur noch ca. 1 EL pro Tag, dafür immer Heu
  • Ansonsten Kräutermischung etc. wie er mag

Futter wurde bisher nach belieben gewechselt, daher hilft es auch nicht wirklich, dass wir noch Reste vom alten Besitzer haben. Ich gucke gerade mal, was er davon gerne frisst und behalte das bei.

Am ersten Abend haben wir ihn in der Diele laufen gelassen. Er schien auch mehr erkundungsfreudig als ängstlich, hatte auch die Möglichkeit sich in seiner Röhre zu verstecken, zu fressen und zu baden (was er auch gemacht hat) und ist nach ca. einer Stunde in seinen Stall gegangen (vorher war er in der Transportbox).
Gestern Abend hat er neugierig geguckt, wir haben ihm Futter mit der Hand angeboten, dass er auch genommen hat, wollte aber erstmal nicht rauskommen (nachdem was ich gelesen habe ersmal normal).
Auslauf wird er ab jetzt jeden Abend mindestens eine Stunde bekommen (zumindest die Möglichkeit dafür).

Meine Frage ist jetzt, was in welcher Reihenfolge wie schnell ändern? Er braucht definitiv
  • einen neuen Käfig
  • neue Innenausstattung (vernünftiges Schlafhäuschen aus Holz, Weidebrücke, ...)
  • einen neuen Kumpel

Nachdem was ich gelesen habe, würde ich sagen alles auf einmal zusätzlich zu der neuen Umgebung könnte etwas viel sein. Was sollte ich als erstes machen? Neuer Kumpel oder neuer Stall. Kann ich ihm morgen direkt neue Innenausstattung kaufen oder sollte ich damit erst noch warten?

Worauf sollte ich noch achten?

Kann er frische Weidebaum- oder Apfelzweige haben? Ich habe verschiedenes gelesen. Manche sagen, frisch ist ok, andere sagen es muss min. 3 Monate getrocknet sein.

Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen und Chong glaube ich noch mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: So Jul 16, 2017 16:32 
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Dr. Chin
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Registriert: So Sep 27, 2009 10:44
Beiträge: 310
Wohnort: Hildesheim
Hallo,

ich würde dem Kerl erst mal einen neuen Partner suchen. Eventuell habt ihr ja einen Züchter oder Notfallstation in der Nähe, die eine Vergesellschaftung für euch übernehmen würde!? Dann könntet ihr in der Zeit einen neuen Käfig bauen und die beiden könnten dann zusammen in ihr neues Domizil ziehen, was dann für beide kein gewohntes "Revier" mehr wäre.

Also bei mir gibt es auch nicht nur 1 EL pellets... Der Napf ist quasi immer voll. Normalerweise überfressen sie sich an pellets eh nicht. 2-3 x die Woche gibt es dann noch 1 EL Saatenmischung dazu. Getrocknete Kräuter, Blätter und Blüten sollten ebenfalls 1 Napf voll täglich angeboten werden und Heu natürlich rund um die Uhr.

Zuviel Leckerlis sind natürlich nicht gut aber 1 x täglich kann man schon ein kleines Stück geben. Hier sind getrocknete Apfelchips, kiwischeiben, Erdbeeren, gojibeeren und Cranbeeries am beliebtesten.

Du kannst den Tieren Äste samt Blätter von jeden Obstbäumen, Haselnuss, Weide, Buche etc auch frisch geben. Ebenso wie auch Kräuter, Blätter und Blüten frisch gegeben werden können. Wichtig ist aber dass du damit ganz langsam anfängst, weil ich davon ausgehe dass der Kleine kein Frischfutter kennt.
Also erst immer nur ganz wenig anbieten und den Kotabsatz beobachten. Wenn alles in Ordnung ist, kannst du nach und nach die Menge steigern.

Seid ihr sicher dass es sich um ein Männchen handelt? Leider werden zu 90 % die falschen Geschlechter verkauft, vorallem aus Privatabgaben.
Also bitte vorher kontrollieren lassen bevor ein neuer Partner einzieht.

Liebe grüße
Nadine

_________________
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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: So Jul 16, 2017 19:49 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
Hallo Nadine, vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Das Tierheim hier in der Stadt hat gerade leider (zum Glück) keine Chinchillas, aber ich werde morgen noch mal weitere in der Umgebung abtelefonieren und mich im Internet schlau machen.

Beim Gehege wechsel ich dann erstmal nur die Sitzbretter (sind total abgenagt und viel zu schmal/nicht mehr sicher) und ein richtiges Schlafhaus bekommt er auch (momentan hat er nur eine große PVC Röhre).
> Ist es richtig, dass er Bretter aus z.B. Fichte oder Kiefer aus dem Baumarkt als Sitzbretter haben kann? Ich finde dort nur Leimholzplatten.

Er kommt auch schon aus seinem Käfig. Heute Mittag als ich nach Hause gekommen bin, war er am fressen (denke sein Rythmus ist etwas gestört?!) und ich hab einfach mal die Käfigtür aufgemacht und ihn in Ruhe gelassen. Jetzt gerade flitzt er auch schon recht mutig durch die Diele.

Seine Pellets hat er seit gestern gar nicht angerührt. Die Tüte war aber auch noch zu. Kann sein, dass er die schlichtweg nicht mag. Die Kräuter/Blütenmischung ist aber fast weg, teils gegessen, teils verstreut im Käfig. Der ist wirklich wählerisch! ^^
Die Weidenzweige, die ich ihm in den Käfig getan hatte, mag er wohl auch nicht, aber das Blatt, das ich ihm gegeben habe, hat er direkt aufgefuttert. Ich sollte mir eine Liste machen, was er mag und was nicht.

Er ist definitiv ein Männchen, da sind wir uns 100% sicher.

> Wie macht ihr das mit Türzagen und Leisten etc? Die sind ja lackiert und er möchte immer wieder dran knabbern... (Wir wohnen in einer Altbau-Mietwohnung, komplett rausreißen ist also nicht drin).

Viele Grüße
Sarah


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: So Jul 16, 2017 20:21 
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Diplom Chin
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Registriert: Do Jul 16, 2015 14:07
Beiträge: 152
Huhu,

Chins selektieren sehr gern, kann gut sein, daß er die Pellets ganz verschmäht. Dann biete ihm die Kräuter und Saatenmischung an. Zweige mögen die meisten Racker sehr gern, vielleicht muss er erst mal auf den Geschmack kommen^^

Was den Rythmus angeht: Es ist völlig normal daß die Chins unter Tags mal rauskommen um was zu futtern, trinken und ggf. aufs Klo zu gehen.

Um Türen und Zargen zu schützen kannst du Metalleisten verwenden damit es geschützt bleibt. Das mit dem Fichtenholz ist richtig, um die Sitzbretter leichter reinigen zu können, kannst du diese mit ungiftigen Babylack anstreichen.

_________________
LG

Mcstorm



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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Do Jul 20, 2017 9:46 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
Hallo zusammen,

wir haben endlich die neuen Sitzbretter geholt (Fichte, unbehandelt). Ein vernünftiges Häuschen, eine Korkröhre oder ähnliches gab es im Baumarkt leider nicht. Ich muss mal gucken, ob es hier vor Ort einen Laden gibt, der so etwas verkauft (und idealerweise keine lebenden Tiere anbietet) oder ob ich das bestellen muss.

An Futter bekommt er jetzt Pellets, eine gekaufte Blumen/Kräutermischung und Heu. Außerdem habe ich Zweige und Blätter von Haselnuss und Weide aus dem Garten geholt, sowie Klee- und Gänseblümchenblüten gesammelt. Das scheint er ganz gerne zu fressen, genauso wie Erdbeer- und Himbeerblätter. Außerdem steht er mega auf frisches Futter! Hat jetzt jeden Tag etwas davon bekommen (2-3 Blätter, paar Blüten) und sein Kot sieht gut aus.

Bei Klee hatte ich erst gelesen, dass Blüten gut sind, dann dass man nicht zuviel geben soll. Habt ihr da evtl. Erfahrungen mit?

Insgesamt sieht er schon viel agiler aus und ist sehr neugierig. Er genießt seinen täglichen Auslauf und knabbert alles an, was er findet - nur die Zweige etc. die er knabbern soll verschmäht er natürlich... :P

Edit: bisher hat er Sand von Rosnerski bekommen. Auf der Seite steht nur, dass es sich um Chinchillasand handelt und nicht, um was für eine Art von Sand. Auf einer anderen Seite habe ich die Zusatzinformation "Mineralsand" gefunden. Der Sand ist relativ fein, löst sich im Mund aber nicht auf (Hatte ich irgendwo gelesen. Richtiger Chinchillasand knirscht wohl nicht im Mund?). Der Sand ist auch sehr günstig (12€ für 25kg) und sein Fell sieht ok aus, aber nicht so fluffig wie das von anderen Chinchillas.
Sollte ich hier vielleicht mal direkt den von Bertel oder Luchterhand ausprobieren? Momentan hätten wir theoretisch noch einen halben Sack.

Vielen Dank und Grüße
Sarah


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Do Jul 20, 2017 14:12 
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Diplom Chin
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Registriert: Do Jul 16, 2015 14:07
Beiträge: 152
Huhu,

obs der richtige Sand ist, kann man leicht herausfinden: mach ihn nass und forme eine Kugel draus. Der Quarzsand zerbröselt, der andere nicht.

Auch wenn ich Vitakraft net mag, der Sand ist definitiv der Richtige :wink:

Was Klee angeht: die Racker sollten schon Frischfutter gewöhnt sein und vorallem keine Pellets bekommen. Klee kann zu Blähungen führen wenn der Darm net dran gewöhnt ist.

_________________
LG

Mcstorm



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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Do Jul 20, 2017 17:42 
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Diplom Chin

Registriert: Sa Feb 28, 2015 20:33
Beiträge: 123
Hallo,
meiner Meinung nach ist es am allerwichtigsten, einen Kumpel zu suchen. Danach kommt Innenausstattung und größerer Käfig.
Das mit dem Sand: ich würde niemals Sand nehmen, wo einfach nur "Chinchillasand" draufsteht. Das ist meistens nämlich nur feiner Quarzsand, der sehr schädlich für die Augen und Schleimhäute ist, weil er sich in Flüssigkeit nicht auflöst.
Auf der Beschreibung muss explizit entweder Sepiolith oder Attapulgus draufstehen, welche Tonarten sind.
Im Zoohandel kommst du am besten an dem JR Farm Chinchilla Spezial dran. Der ist nämlich Sepiolith.
Generell jetzt ohne Test ist richtiger Chinchillasand eher dunkler and auch grobkörniger als Quarzsand.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: So Jul 23, 2017 20:43 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
Bei seinem Sand handelt es sich definitiv um Quarzsand. Soweit ich weiß hat er den schon immer bekommen.

Ich habe ihm jetzt zusätzlich Heilerde zum Baden angeboten (laut chinchilla-scientia.de möglich) und gehe morgen gleich los, um den richtigen Sand zu holen. Ich denke den von JR bekomme ich im Futterhaus. Kräuter etc von der Marke hatten die dort zumindest.

Sein Fell sieht schon etwas fluffiger aus, ein Besuch beim Tierarzt nächste Woche ist, denke ich, aber trotzdem sinnvoll. Habe einen empfohlen bekommen, der sich hier mit Chinchillas auskennt. Seine Zähne etc. konnte ich mir noch nicht ansehen, da er noch recht scheu ist. An der Stirn berühren okay, aber an hochnehmen ist nicht zu denken.

Einen geeigneten Partner habe ich leider noch nicht finden können. Da Chong nicht kastriert ist kommen auch nur Männchen in Frage und ältere Tiere werden doch eher seltener angeboten.

Wünsche euch einen schönen Abend!


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Do Jul 27, 2017 22:20 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
Hallo, hier ein kleines Update und noch zwei Fragen.

Sand
Am Montag Abend hatte ich direkt den neuen Sand geholt (von JR Farm Chinchilla Spezial). Ich habe ihn noch nie so ausgiebig baden sehen. Bestimmt ein paar Minuten lang und danach auch immer wieder. Auch jetzt noch habe ich das Gefühl, das er weiterhin ausgiebiger badet.

Gesundheit
Mittwoch waren wir zum Gesundheitscheck beim Tierarzt. Soweit ist alles in Ordnung. Sein Fell sieht schon deutlich fluffiger aus. Es ist noch etwas stumpf. Außerdem hat er ein bisschen wie Schorf auf den Ohren und an den Hinterläufen und an der Schwanzwurzel etwas kahle Stellen. Die Zähne sehen gut aus.

Wir vermuten (auch der Tierarzt), dass die Hautprobleme vom Sand kommen. Ich soll mal 1-2 Wochen beobachten, ob sich das bessert. Falls nicht könnte es noch an einem Pilz oder an Milben (?) liegen.

Vergesellschaftung
Einen Kumpel konnte ich leider noch nicht finden. Die Tierheime in der Umgebung haben (zum Glück) keine Tiere. Ein paar Möglichkeiten habe ich noch, die ich morgen abtelefoniere und danach muss ich wohl den Umkreis vergrößern.

Auslauf
Beim abendlichen Auslauf gestaltet es sich i.d.R. so, dass er ein paar Minuten alles freudig erkundet und sich dann erstmal wieder in seinen Käfig zurück zieht und döst. Nach einer halben Stunde/Stunde wird er dann wieder munterer und möchte noch mal raus.
> Ist das normal? Wird er irgendwie zu schnell müde?

Fressen
Sein Heu wirft er freudig durch den Käfig (Wir haben noch keinen Behälter. Er hatte so eine Kugel, aber da hatte ich gelesen, dass die Verletzungsgefahr relativ groß ist). Ich hab es in eine seiner Röhren gesteckt (er hat zwei und sitzt - saß - sowieso nur in der einen). Jetzt schmeißt er das Heu aus der anderen Röhre raus und hockt sich demonstrativ in die Röhre ^^
Von seiner Kräuter, Blüten, Gras Mischung lässt er immer relativ viel über. Er selektiert gerne. Ich habe ihm jetzt Abends meist nur etwas neues dazugetan, aber nicht alles, was er übergelassen hat, weggeschmissen.
> Wie handhabt ihr das? Tut ihr jeden Tag alles an Futter weg, was übrig geblieben ist?


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Do Jul 27, 2017 23:18 
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Diplom Chin

Registriert: Sa Feb 28, 2015 20:33
Beiträge: 123
Hallo.
Dass Chinchillas beim Auslauf immer wieder rein gehen und Pause machen, ist normal.
ALLERDINGS ist das bei dir eine ganz andere Situation, weil du noch gar keinen Partner hast.
Jedes mal, wenn ich ein Chinchilla alleine rausgehen lassen musste (weil Partner krank oder in der klinik war), wollte auf gar keinen Fall raus. höchstens hat er kurz eine Runde gedreht und ist dann wieder ab in den Käfig gegangen. Könnte also auch daran liegen.

Das mit den kalhen Stellen: Der Tierarzt soll doch bitte mal eine Haarprobe entnehmen und unterm Mikroskop schauen, ob die Haare von der Wurzel fallen oder ob die Haare vielleicht abgebissen worden sind. Das könnte nämlich auf Stressbeißen zurückzuführen sein, was an diesen Stellen sehr typisch ist.
Pilz erkennt man daran, dass er so ziemlich unkontrolliert und schnell sich ausbreitet, juckt, und an der Haut schuppig und rot ist.
Meiner Meinung nach sollte man immer Pilzmittel Zuhause bereit haben, damit man schnell reagieren kann, falls es Ausbricht. Denn dann ist das binne weniger Tagen Geschichte.
Entweder du kaufst Funhgistop, also fertiges antipilzmittel oder du gehst in die Apotheke und holst Talkum und Schwefelpulver und mixt es 10:8 (oder wiegst es genau ab und machst es 50:50, weil Schwefel nämlich schwerer ist), da das sowieso die einzigen Inhaltsstoffe sind.

Und wenn es tatsächlich nur an der schlechten Haltung liegt, empfehle ich Heilerde zu kaufen und es ihm anzubieten. Davon hab ich nur positive Sachen hier gelesen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Mo Jul 31, 2017 21:42 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
Hallo und noch einmal vielen lieben Dank für die hilfreichen Tips und Informationen.

Den Auslauf scheint er doch - trotz fehlendem Partner - sehr zu genießen. Seit heute ist das Wohnzimmer für ihn geöffnet und jetzt flitzt er schon die ganze Zeit durch die Gegend und erkundet alles. Er macht auch immer wieder Pause, wirkt also nicht gehetzt/gestresst.

Pilz ist es dann glaube ich wirklich nicht, da er nirgends rötliche Stellen hat. Hier sind auch mal zwei Bilder von ihm.

Bild
Die Röhre gehört noch zu seiner ehemaligen Käfigeinrichtung. Im Auslauf knabbert er nicht dran und er flüchtet sich gerne mal da rein oder hockt einfach drin zum entspannen. Sein Fell sieht schon viel besser aus als früher. Es ist total flauschig. Anfangs wirkte es fast ein bisschen wie fettig.

Bild
Neugierig wie immer. Nicht ganz scharf, weil ich nicht mit Blitz fotografieren wollte, aber man sieht, dass seine Ohren ein bisschen wie mit Schorf bedeckt sind. Ich hab das Gefühl, es ist schon besser. Mein Mann hat vorhin neue Heilerde mitgebracht, die ich ihm mit unter den Sand gemischt hat.

Ich kann mir auch vorstellen, dass die kahle Stelle am Schwanz vom Käfig kommt, weil der ja immer mal wieder zwischen den Gitterstäben hängt. Wir haben Pläne für einen neuen Käfig (1,70m x 1,70m x 0,60m), self-made und aus Holz, die wir bei Gelegenheit umsetzen.

Was einen Kumpel angeht habe ich jetzt fast alle Tierheime im Umkreis von einer guten Stunde Autofahrt durch. Es freut mich zu hören, dass anscheinend kaum Chinchillas in Tierheimen sitzen. Habe jetzt noch Freunde von mir gebeten die Suche bei Facebook zu posten und ich habe bei Ebay-Kleinanzeigen eine Suche reingestellt. Leider bisher ergebnislos.
> Falls ihr noch Ideen habt, wo ich noch suchen könnte, immer gerne.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Mi Aug 02, 2017 5:34 
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Diplom Chin

Registriert: Sa Feb 28, 2015 20:33
Beiträge: 123
Also wenn kahle Stellen von Gittern kommen würden, wären meine Chinchillas komplett nackt. Die hängen nämlich nur an den Gitterstäben. Je enger und ungemütlicher, desto besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Mi Aug 02, 2017 7:28 
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Baby Chin

Registriert: So Jul 16, 2017 10:24
Beiträge: 8
OK, das ist gut zu wissen. Wenn es nicht besser wird, geht's nächste Woche noch mal zum TA.


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 Betreff des Beitrags: Re: Chinchilla aus schlechter Haltung umgewöhnen...
BeitragVerfasst: Mi Aug 02, 2017 15:11 
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Dr. Chin
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Registriert: So Nov 14, 2010 12:01
Beiträge: 365
huhu, schau mal hier:
http://notfallanlaufstellen.chinchillas ... uhause.de/
viel erfolg :-)


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